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Wie Saigon seinen Kaffee trinkt

Kaffee in Saigon ist ein Tempo, keine Mode. Leute sitzen auf niedrigen Hockern, in Ladenhäusern und in ruhigen Räumen mit Klimaanlage. Das Getränk ist meist stark, oft süß und fast immer einen zweiten Schluck wert.

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Der Phin und die Tasse

Der lokale Aufbrüher ist ein kleiner Metall-Phin über dem Glas. Heißes Wasser läuft durch gemahlenen Robusta, langsam genug, dass der Tisch zur Bestellung gehört. Ihr trinkt ihn schwarz oder mit einem Löffel Kondensmilch, die ihr selbst unterrührt. Eiskaffee, ca phe sua da, ist die gewöhnliche Wahl, sobald der Tag heiß ist: derselbe Tropf, über Eis.

Bac xiu ist die mildere, milchigere Verwandte. Kokoskaffee und gesalzener Kaffee stehen heute auf vielen Karten und lohnen eine Tasse, wenn ihr ein Getränk mit Rezept wollt. Eierkaffee gehört eher in den Norden, taucht hier aber auf. Fangt mit dem Eiskaffee mit Milch an. Darauf läuft die Stadt.

Wo Leute sitzen

Die Version auf dem Bürgersteig ist ein paar Hocker, ein Kessel und der Blick auf den Verkehr. Sie ist gesellig und ein wenig staubig und passt, wenn ihr zwischen zwei Wegen in Ruhe trinken wollt. Bestellen, sitzen, keine lange Karte erwarten. Sind die Hocker voll, ist der nächste Ort selten weit.

Cafés drinnen sind die andere Hälfte: Räume für Gespräche, Laptops und den heißesten Teil des Tages. Manche sind ruhig und dämmrig, manche hell und süß. Wählt nach dem Stuhl, nicht nach dem Schild. Ein Café mit Platz zum Reden schenkt dieselbe Familie von Getränken aus wie der Bürgersteig, meist mit mehr Eis und mehr Zeit.

Bestellen ohne Auftritt

Auf das Glas des Nachbarn zeigen funktioniert. Ebenso die kurze Liste: den da für schwarz auf Eis, sua da für Milch auf Eis, nong wenn ihr es heiß wollt. Zucker steckt oft schon in der Kondensmilch, also probiert, bevor ihr etwas dazutut. Wer weniger Süße will, sagt das am Anfang.

Bezahlt, wenn die Tasse kommt oder wenn ihr geht, je nach Ort. Kleine Scheine helfen. Ihr müsst nicht viel Vietnamesisch sprechen, um ein guter Gast zu sein. Ihr stellt das Glas zurück auf das Tablett und schiebt keinen Hocker auf die Fahrbahn.

Ein Tag aus Tassen

Eine Tasse nach dem Frühstück, eine wenn das Zentrum euch müde gemacht hat, eine am Ende des Nachmittags. Das ist ein voller Kaffeetag und lässt Raum für Markt oder Museum. Ein Dutzend Läden hintereinander macht aus dem Getränk eine Aufgabe. Besser ist, einen Ort zu merken, an den ihr wiederkommen würdet, und dann wirklich wiederzukommen.

Kaffee ist auch die Pause mit Kindern oder mit Freunden, die keine weitere Sehenswürdigkeit wollen. Der Bürgersteig ist kurz. Der Raum drinnen ist der Ort, an dem ihr entscheidet, was als Nächstes kommt. Das Koffein ist echt. Robusta hier ist keine schüchterne Röstung.

Bohnen für später

Wollt ihr Kaffee für zu Hause, kauft eine kleine verschlossene Tüte an einem Ort, der euch riechen lässt, und trinkt sie in den Wochen nach der Reise. Gemahlener Kaffee passt zum Phin. Bohnen lohnen sich, wenn ihr eine Mühle habt. Die Marktseite erzählt dieselbe Idee vom Stand aus.

Im Haus steht eine Kaffeemaschine, also hängt die erste Tasse am Morgen nicht davon ab, einen Hocker zu finden. Nutzt sie, wenn ihr langsam anfangen wollt, und geht für das Glas sua da hinaus, wenn die Stadt in der Tasse sein soll. Beides gehört in denselben Aufenthalt.

Worüber ihr euch nicht grämen müsst

Ihr verderbt nichts, wenn ihr die falsche Größe oder das falsche Eis bestellt. Saigons Kaffee verzeiht, solange ihr euch dafür hinsetzt. Es gibt keine Punktzahl und keinen Laden, den ihr gesehen haben müsst, um die Stadt verstanden zu haben.

Die Abendfassung dieses Rhythmus steht auf der Seite zu den Abenden. Wollt ihr den Fluss am Ende des Wegs, ist das die nächste Seite.

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